OJK 2013

Tagesbericht vom Sonntag, 9. Juni

Hören, was Gott schenkt – seinem Wort folgen

Ordinatiosgottesdienst
mit  diesen knappen Worten lässt sich die Predigt von Bischöfin Rosemarie Wenner im Ordinationsgottesdienst zusammenfassen. Als Verkündigungstext lag  ein Wort aus dem Alten Testament zugrunde, das im Leben Israels als Ausdrucks seines Glaubens im Mittelpunkt steht: „Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst...“ (5 Mose 6, 4f).  Wenn es die Kirche ebenso hört und betet, dann in Gemeinschaft mit dem ganzen Gottes Volk.

Solches Volk Gottes füllte am Sonntagvormittag die ev.-luth. Himmelfahrtskirche in Cranzahl bis auf den letzten Platz, von denen die Kirche ca. 800 bietet.  Mit frischen Liedern wurde gleich zu Beginn des Gottesdienstes die Gemeinde von der Jugend mit ins Lob Gottes hineingenommen.
Superintendent Stephan Ringeis begrüßte die Bischöfin und ihren Gatten Tobias Wenner herzlich, ebenso die beiden Ordinanden Franziska Demmler und Sebastian Mann und alle, die gekommen waren. Ein besonderer Dank ging an die Gemeinde der Himmelfahrtskirche, die ihr Gotteshaus in der vergangenen Woche und auch an diesem Sonntag uns gerne zur Verfügung stellte und jetzt den Gottesdienst mit uns feiert. Das wurde mit Beifall bedacht. Auch ein Hinweis auf die Not der Flut, die in diesen Tagen immer wieder an uns herantritt, erfolgte und es wurde auf die Möglichkeiten zur Spende hingewiesen, die im Gottesdienst mit einer Kollekte am Ausgang möglich ist und schon von der Jährlichen Konferenz erfolgte und auch unsere Gemeinden informiert und aufgerufen worden sind.

Konferenzchor

Der Konferenzchor umrahmte mit Musik von Paul Ernst Ruppel in Erinnerung an dessen 100. Geburtstag in diesem Jahr eindrucksvoll die Verkündigung der Bischöfin. Sie lud in einer tiefgründigen und lebendigen Botschaft die Gemeinde zum Hören auf Gottes Wort ein und auf die Bereitschaft zur Antwort auf die Liebe Gottes. Dabei gewährte sie einen ganz persönlichen Blick in das, was sie gerne sieht, nämlich Liebesfilme, wo der Ausgang unweigerlich zum Happy End führt. Dass es auch so, wenn auch in der Realität des alltäglichen Lebens zu solcher verbindlichen Antwort im Glauben kommt, schenkt Gottes Geist denen, die Gottes Wort vertrauen. Und die werden nicht enttäuscht. Zum Hören gehört besonders die Stille vor Gott. Wir dürfen uns im Hören trainieren, um die Antworten zu vernehmen, die wir uns nicht selber geben können, sondern die uns Gottes Geist durch Gottes Wort vermittelt.
Mit dieser Einladung wendete sie sich dann auch an die beiden Ordinanden und stellte ihnen die Ordinationsfragen zur Beantwortung. Für die Gemeinde war dies zugleich eine Erinnerung an den Dienst derer, die in der Kirche Christi zum besonderen Dienst berufen sind, zugleich aber aufruf, selber treu in der Nachfolge als Zeugen Christi zu leben. Konferenzlaienführer Joachim Blechschmidt sprach dann beide Geschwister an und erinnerte mit einem Ausspruch von Arno Backhaus daran, dass die Forderungen Gottes stets Heraus-Forderungen sind. Der Bindestrich macht dabei deutlich, dass Dienst in der Nachfolge Christi immer auch in Bewegung versetzt, mit Gott zu gehen und dem Willen Christi in unserer Zeit zu folgen.
Mit dem zuversichtlichen Lied: „Keinen Tag soll es geben, da Du sagen musst, keiner ist da, der dir die Hände reicht ...“ fand dieser bewegende Gottesdienst seinen Abschluss, die Bewegung aber geht weiter. Gottes Geist sorgt dafür.
TR

„Kleine Helden“ - die KiKo 2013

Geschätzte heldenhafte 700 Kinder und Eltern versammelten sich im großen Zelt zum Gottesdienst der Kinderkonferenz. Leo begrüßte die Kleinen und Großen und den weitgereisten Gast aus Malawi, der mit uns allen ein afrikanisches Kinderlied anstimmte.
Von Angst und dem kleinen Mut erzählte das Anspiel mit den Geschwistern Ben und Sophie, die einen Abend allein zu Haus verbrachten. Nachdem die beiden die Geräusche eines Einbrechers als harmloses Gekratze von Hund Lumpi  enttarnt haben, lauschten sie der Gute – Nacht – Geschichte  von Frau Meier. Lustige Besen – Puppen illustrierten die Erzählung über die kleine Heldin Mirjam, die sich für die Rettung ihres Bruders Mose einsetzt.
Mutig erzählten dann einige Kinder von ihren persönlichen Helden: ihren Mamas und  Papas, Gott, der besten Freundin, dem Opa oder  sogar von sich  selbst.
Nach einem bewegten Segenslied konnten alle selbst bei den vielen Angeboten, Workshops  und Spielmöglichkeiten rund um das Turnerheim ihren Mut erproben: Barfußwanderung, Dunkelrestaurant, Fußballmatch, Klettern, Bogenschießen, Räucherkerzenherstellung, Schminken und Frisieren, Tanzen ... für jedes Alter fand sich etwas Spannendes oder Kreatives.
Wie gewohnt zogen die Kinder mutig - ein starkes Gewitter zog gerade auf - zum Abschluss in den Sendungsgottesdienstes ein und sogar die kleine Heldin Mirjam begleitete sie.
KB

Mit dem Sendungsgottesdienst am Sonntagnachmittag endet die Jährliche Konferenz

Der Sendungsgottesdienst fand in der voll besetzten Himmelfahrtskirche statt.  Noch einmal musizierten der Chor, der Jugendchor und der Posaunenchor des Gemeindebezirks zur Freude der Zuhörer.
Pastor Christhard Rüdiger, Chemnitz, der designierte Superintendent des Dresdner Distrikts, hielt die Predigt zu einem Vers aus dem 1. Petrusbrief „Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist.“ (1. Petr. 15, 3). Er sagte: “Christen sind neu orientierte Menschen. In ihnen pulsiert die lebendige Hoffnung durch die Auferstehung Christi von den Toten. Wäre dem nicht so, wären wir nicht mehr da. Und heute nicht hier.“
Unter dem Sendungswort “Wir können‘s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben“ (Apg. 4, 20) sprach Bischöfin Rosemarie Wenner die Dienstzuweisungen für das kommende Konferenzjahr aus.
Der Einzug der Kinderkonferenz geschah diesmal wegen Platzregens und Gewitters mitten während des Verlesens der Dienstzuweisungsliste. Die Bischöfin unterbrach, lud die Kinder ein, im Altarraum Platz zu nehmen und gleich mit zuzuhören, ob ihre Pastoren wieder in ihren Heimatort kommen. Gemeinsam beendeten Große und Kleine, Junge und Alte mit dem Zuspruch des Segens die Konferenztage.

Am Wochenende nahmen ca. 2000 Menschen ab den verschiedenen Veranstaltungen teil.
CP


Die nächste Ostdeutsche Jährliche Konferenz wird vom 21.- 25. Mai 2014 in Schwarzenberg stattfinden.

Dankeschön Cranzahl. Auf Wiedersehen!